Where the streets have no names –> Managua #myjourney Tag 3

Den Welthit von U2 kennt man hoffentlich noch, auch wenn „The Josua Tree“ schon mittlerweile 24 Jahre her ist… Hier zur Auffrischung gern nochmal das Youtube-Video dazu:

Die Wikipedia meint, dass „Lead vocalist Bono wrote the lyrics in response to the notion that it is possible to identify a person’s religion and income based on the street on which they lived, particularly in Belfast.“

In Managua muss man den Text einfach viel wörtlicher nehmen. Manchmal haben die Strassen Namen, zB in meinem Quartier Centroamerica heisst die Hauptstrasse erwartungsgemäss Calle Principal und die rechts abbiegenden Nebenstrassen sind nach Städet benannt. Nur: 1. kennt diese Strassennamen niemand und 2. verwendet sie auch niemand. Und so kommt es, dass man Adressen nach Kilometer angibt und nach der jeweiligen Landmark in der Nähe, danach beschreibt man das Haus.

Zum Beispiel ist das National Office von World Vision in Managua auf der Visitenkarte so beschrieben: „Visión Mundial Nicaragua, Rotonda el Güegüense, 150 mts al Norte, Managua“. Und genau so würde man es auch finden: Den Kreisverkehr kennt jeder als Landmark, danach einfach nach Norden (und wiederum muss man nicht „nach Norden“ verstehen, sondern eigentlich „Richtung See“), und dann fragt man sich durch, falls man das wenig aufdringliche Schild nicht gerade findet 😉

Oder aber auch die Adresse meines Couchsurfing-Hosts Lenin: „Colonia Centroamerica, calle principal, casa # A-87, Casa Color amarillo, contiguo a Tacos Charros, Managua, Managua, 505“  Einfach auf Google Maps zu finden? Keine Chance: 1. Haben die wenigstens Häuser hier Hausnummern, und die Beschreibung mit „das gelbe Haus“ übertrifft mal wieder sämtlich Erwartungen…

Managua ist wirklich spannend. Und Centroamerica sowieso. Und die Nica ebenfalls. Danke, dass ich auf #myjourney da sein darf!

Hofrat
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